Historisches

Aus dem 13. Jahrhundert stammen die ersten überlieferten Bezeichnungen der heutigen Thieboldsgasse, welche zum damaligen Zeitpunkt „platea furum“, Gasse der Diebe genannt wurde. Etwa ab Mitte des 13. Jahrhunderts wurde sie dann „profunda platea“, tiefe Gasse genannt.

Auch wenn die damaligen Bewohner dieser Gasse nicht unbedingt zur besten Gesellschaft gehörten und hier auch nicht unbedingt die erste Adresse Kölns zu finden war, so ist der zweite Name dennoch wesentlich plausibler, da diese Gasse aufgrund geologischer Gegebenheiten (Lehmboden) tief und hohl ausgefahren war, im Gegensatz zum parallel verlaufenden und deutlich höher gelegenen „Steinweg“ (Felsuntergrund), dem heutigen Mauritiussteinweg.

Im Mittelalter trug die Thieboldsgasse den Namen „Dif-“ bzw. „Dieffgasse“. Schließlich setzte sich im Verlauf der Jahrhunderte der umgangssprachliche Name „Diepengasse“, auf kölsch „Deepejass“ durch. Erst 1812 erhielt die „Diepengasse“, initiiert durch Ferdinand Franz Wallraf, einen Namenspatron nämlich „Theobald“.

Aufgrund dessen wurde sie fortan in „Rue Thibeaut“ bzw. „Thieboldsgasse“ umbenannt. Im kölschen Sprachgebrauch hielt sich allerdings bis heute der Name „Deepejass“, aus dem abgeleitet die Bezeichnung der alljährlichen „Deepejasser Kirmes“ wie auch die Bezeichnung unseres Vereins des „Veedelsausschuss Deepejass e.V.“ entstand.

Textquelle: www.veedelsausschuss.de